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Das Matthäusevangelium (Theologischer Kommentar zum Neuen Testament | ThKNT)

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Produktbeschreibung

Das Matthäusevangelium spiegelt die schwierige politische, gesellschaftliche und religiöse Situation im Judentum nach der Zerstörung Jerusalems und des Tempels im Jahr 70. An der Restitution des Judentums sind auch jüdische Christus-Gläubige beteiligt, darunter die Gemeinschaft, für die dieses Evangelium verfasst ist. Sie gehört zu einer Synagoge, in der pharisäische Schriftgelehrte den Ton angeben. Der Autor des Matthäusevangeliums stimmt mit ihnen in der Tora-Auslegung überein, setzt sich mit ihnen aber wegen ihrer Ablehnung der Christus-Botschaft polemisch auseinander. Der Kommentar arbeitet die jüdische Prägung des Evangeliums heraus, die losgelöst von dieser Polemik der Erneuerung des christlichen Verhältnisses zum Judentum starke Impulse geben kann.

Worauf immer der Mensch sein Leben aufbaut, daran wird er mit seiner ganzen Person hängen, darauf hin wird er sein Innerstes ausrichten.

Seite 177

Mit prōton ‚vor allem‘ will Mt das Gewicht der Ausrichtung des Lebens auf Gott und seinen Willen im Vergleich zu allem Anderen unterstreichen.

Seite 182

es nicht zu tun wäre verantwortungslos. So kann es nur um die rechte oder falsche Art und Weise gehen

Seite 180

vor Pesach überhaupt ‚keine Zeit für (reife) Feigen‘ ist (Mk 11,13).

Seite 327

eher an Sündenvergebung als an Exkommunikation zu denken

Seiten 305–306

  • Titel: Das Matthäusevangelium
  • Reihe: Theologischer Kommentar zum Neuen Testament (ThKNT)
  • Autor: Peter Fiedler
  • Verlag: Kohlhammer
  • Seitenzahl: 440
  • Erscheinungsjahr: 2006

Rezensionen

1 Bewertungen

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  1. Pitrell

    Pitrell

    28.07.2026

    Peter Fiedler lässt sich hin und wieder dazu hinreißen, den Rudolf Bultmann zu machen und mit feiner Zunge vierfach bezeugte Ereignisse ins Reich der Märchen zu verweisen, soweit sie bis dato nur in der Bibel gefunden werden. In der bekannten eleganten Rhetorik der „historisch-kritischen“ Fachwelt schreibt er z. B. zur Figur „Jesus Barabbas“: „Den geeigneten Anlass bietet der angebliche Brauch einer regelmäßigen Pesach-Amnestie. Es gibt dafür keinerlei Belege. So muss die Amnestie ebenso wie die Gestalt des Jesus Barabbas dem Konto nachösterlicher Erzähler gut geschrieben werden. Denn er verkörpert die Alternative, die Pilatus zur Wahl stellt.“ Insgesamt bringen mich seine teils wilden Interpretationen dazu, mein eigenes Wissen nochmal zu vertiefen und zu prüfen – ggf. zu korrigieren. Er liefert immer wieder auch verschiedene griechische und jüdische Quellen aus dem Lebensumfeld der Evangelisten, die, persönlich nachgelesen, mein Bild der Zeit bereichern. Der Leser muss aber damit umgehen können, dass für Fiedler Jesus nie tatsächlich etwas gesagt hat, sondern nur „was Mt Jesus sagen lässt“.

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