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Schlatters Erläuterungen zum Neuen Testament (10 Bde.)

  • Format:Digital

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Überblick

Adolf Schlatter war als ernstzunehmender Theologe und Akademiker bekannt. Bei aller akademischen Arbeit verlor aber aber nie den einzelnen Christen und das persönliche Bibelstudium aus dem Blick. Seine exegetischen Kommentare schrieb er erst nach diesen Erläuterungen, die den Untertitel "Ausgelegt für Bibelleser" tragen. Mit diesen Werken bereichert er bis heute viele Christen in ihrem Bibelstudium.

  • Titel: Schlatters Erläuterungen zum Neuen Testament (10 Bde.)
  • Autor: Adolf Schlatter
  • Verlag: Calwer Verlag
  • Seitenzahl: 3437
  • Erscheinungsjahr: 1977-1984
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Das Evangelium nach Matthäus (Schlatters Erläuterungen zum Neuen Testament | Bd. 1)

  • Autor: Adolf Schlatter
  • Verlag: Calwer Verlag
  • Erscheinungsjahr: 1977
  • Seiten: 356

Der Kampf um Jesus wird auch in der Christenheit selbst nicht enden; er ist auch heute im Gang und erschüttert sie tief. Wie sollen wir zur Klarheit und Gewissheit des Glaubens an ihn kommen? Es gibt keinen anderen Weg als den, den Johannes der Täufer ging, als ihn im Gefängnis der Zweifel an Jesus anfiel: er wandte sich an ihn selbst. So sind wir alle an die Evangelien gewiesen: diese Erinnerungen an Jesus sind "der heiligste Besitz der Kirche, der Grund, auf dem sie ruht". Erzählen sie doch nirgends nur Geschichten, die uns mit Vorgängen der Vergangenheit beschäftigten; sie bezeugen uns vielmehr den Herrn, der heute bei uns und am Werke ist, um uns freizumachen zu einem Leben für Gott und der kommen wird als der Richter der Welt und Vollender des Reiches Gottes. Dabei zeigt uns jedes Evangelium den unerschöpflichen Reichtum Jesu von einer besonderen Seite. Matthäus, der zum judenchristliehen Teil der Kirche sprach, stellt ihn uns als den "Knecht Gottes" von Jesaja 53 vor Augen, der in seinem Heilen unsere Krankheit und in seinem Sterben unser Gericht trägt, und Schlatter, der gerade diesem Evangelium immer besondere Aufmerksamkeit zugewendet hat, vermag in seiner wundervoll reichen und eindringlichen Deutung überaus klar und eindrücklich zu machen, wie im Ringen Jesu um das jüdische Volk mit seiner Gesetzesfrömmigkeit das Neue, das in Jesus erscheint und das er bringt – „das Geheimnis des Gottesreiches", sich für immer entscheidend offenbart.

Die Evangelien nach Markus und Lukas (Schlatters Erläuterungen zum Neuen Testament | Bd. 2)

  • Autor: Adolf Schlatter
  • Verlag: Calwer Verlag
  • Erscheinungsjahr: 1979
  • Seiten: 342

In frischer, beweglicher Anschaulichkeit verkündigt das Evangelium nach Markus Jesus als den großen Helfer in Gottes Macht; von den Taten Jesu entwirft es besonders eindrucksvolle Bilder. Sie erweisen Jesu "königliches Recht", sie offenbaren seine Christuswürde und weisen, weil sie an keiner Tiefe menschlicher Not eine Grenze haben, hinaus auf die letzte Enthüllung seiner Herrlichkeit bei seiner Wiederkunft. Mit alle dem rufen sie zum Glauben an ihn; der Unglaube der Juden, die Jesus verwerfen, wird umso schuldhafter. - Das Evangelium wendet sich an den heidenchristlichen Teil der Kirche. Dies gilt auch vom Evangelium nach Lukas. In ihm tritt Jesus als der Heiland vor uns, der die große Heilsverheißung an die "Armen, Gebundenen und Zerschlagenen" erfüllt. Er, der Bringer der vollkommenen Gnade, sucht das Verlorene, wehrt aller Unbarmherzigkeit, auch der in frommen Eifer getarnten, und zerschlägt alle Selbstrechtfertigung. Bei allem Ernst durchzieht ein starker Ton der Freude von Anfang bis Ende dieses Evangelium, in dessen Verfasser man wohl den Gefährten des Paulus erkennen kann. Auch in der neuen Bearbeitung werden viele Leser der Erklärung Schlatters folgen, die die charakteristischen Züge der beiden Evangelien überaus fein ans Licht stellt.

Das Evangelium nach Johannes (Schlatters Erläuterungen zum Neuen Testament | Bd. 3)

  • Autor: Adolf Schlatter
  • Verlag: Calwer Verlag
  • Erscheinungsjahr: 1979
  • Seiten: 258

Der 4. Evangelist verkündet die "Herrlichkeit Jesu", wie er selbst sie "erschaut hat"; er stellt der Kirche in Jesus, und zwar in dem in unsere Geschichte hereingetretenen Menschen Jesus, den Herrn vor Augen, der eins ist mit dem Vater: "Der Vater liebt den Sohn und zeigt ihm alles, was er tut" - der Sohn "liebt den Vater und tut seinen Willen". Jesu ganzer Weg auf Erden ist Passion, aber gerade auf ihm ister verherrlicht und verherrlicht er Gott. So ist er die Quelle des lebendigen Wassers, das Brot des Lebens und das Licht der Welt, der König, der für die Wahrheit zeugt und der, zum Vater zurückgekehrt, den Geist der Wahrheit für die Seinen erbittet. Dabei deutet Johannes immer wieder an, wie er an dem Geschehen, das er bezeugt, persönlich beteiligt war. "Er schildert seinen Christus, wie er ihn kannte, und zeichnet Jesu Bild so, wie es sich ihm im eigenen Verkehr mit ihm eingeprägt hat." Die Eigenart, die ihn damit von den drei anderen Evangelisten unterscheidet, hebt doch die Gemeinsamkeit mit ihnen nicht auf. Hier wie dort ruft Jesus zum Glauben an ihn; hier wie dort entscheidet sich ihm gegenüber das Verhältnis des Menschen zu Gott und will Jesus den Täter des Willens Gottes, "der Wahrheit" , schaffen, der Gottes Gebote hält; deren Summe aber ist die Liebe, aus der Gemeinschaft wächst und Gemeinde wird. Jeder, der aufmerksam Schlatters Auslegung liest, die gerade bei diesem Evangelium ehrfürchtig unter dem Wort bleibt, wird reichen inneren Gewinn empfangen.

Die Apostelgeschichte (Schlatters Erläuterungen zum Neuen Testament | Bd. 4)

  • Autor: Adolf Schlatter
  • Verlag: Calwer Verlag
  • Erscheinungsjahr: 1984
  • Seiten: 277

In dem Bericht über die" Taten der Apostel", der sogenannten Apostelgeschichte, erzählt uns Lukas, wie Kirche geworden ist: Kirche unter dem Volk, das Jesus verwarf, und draußen in der griechischen Welt - die eine Kirche aus Juden und Heiden, die sich doch wegen der zunehmenden Feindschaft der Juden mehr und mehr der Välkerwelt zuwandte, - Kirche unter dem Kreuz, die unter dem Sturm der Verfolgung doch nicht erlag, sondern um so mehr wuchs. Diese Kirche ist gegründet auf das Christuszeugnis der vom Heiligen Geist erfüllten Apostel, dort des Petrus, hier des Paulus, und erfährt hier und dort das helfende und rettende Nahesein ihres Herrn. Ihr tief tes Wesen wird in einer ganz neuen Weise in der lebendigen Gemeinschaft der Christusgläubigen offenbar, in dem vom Heiligen Geist gewirkten Eins-sein der zuvor Getrennten. Die Frage, was Kirche sei, treibt unter uns viele um : ihnen kann diese bewährte, klare und in die Tiefe dringende Auslegung der Apostelgeschichte, die in ihrer sprachlichen Gestalt überarbeitet ist, eine gute Hilfe werden.

Der Brief an die Römer (Schlatters Erläuterungen zum Neuen Testament | Bd. 5)

  • Autor: Adolf Schlatter
  • Verlag: Calwer Verlag
  • Erscheinungsjahr: 1983
  • Seiten: 207

Mit der Auslegung des Römerbriefs begann Adolf Schlatter vor 75 Jahren die Reihe seiner» Erläuterungen zum Neuen Testament- - gerade dieser Band zeigt in besonderer Weise die Lebendigkeit und Tiefe seiner Schriftdeutung. Er geht in ihr eigene Wege; er zeigt uns die Gnade des gerechten und die Gerechtigkeit des gnädigen Gottes, der in Gericht und Gnade nicht nur ein Urteil über uns spricht, sondern an uns handelt und sich inmitten der Menschheit ein neues Volk schafft, - die Gemeinde derer, die im Glauben an Christus, den für uns gestorbenen und für uns zum Leben erweckten Herrn, die Rettung aus Schuld und Tod und die Kraft zu einem Leben im Geist empfangen. Bedeutsam an Schlatters Auslegung des Römerbriefs ist auch, wie hier der dritte Teil - vom Leben der Christenheit im Dienst der Gerechtigkeit - nicht als mahnendes Anhängsel verstanden ist, sondern als das Ziel all dessen, was Paulus von der Offenbarung der Gerechtigkeit Gottes in dem Glaubenden und im Schicksal Israels und in der christlichen Gemeinde zu sagen hat. Ob und wie der Römerbrief in unseren Gemeinden verstanden wird und unser Christsein prägt, wird immer wieder entscheidend wichtig sein.

Die Korintherbriefe (Schlatters Erläuterungen zum Neuen Testament | Bd. 6)

  • Autor: Adolf Schlatter
  • Verlag: Calwer Verlag
  • Erscheinungsjahr: 1984
  • Seiten: 306

Es wurde der Gemeinde in Korinth schwer, in der Fülle all des Neuen, das ihr geschenkt war, ihr Leben zu ordnen. Verhängnisvolle Verirrungen drohten: die Überschätzung des Wissens, ein Menschenkult, schlimmer Mißbrauch der christlichen Freiheit' die Mißachtung von Zucht und Sitte, eine überbewertung auffallender Geistesgaben, die schwärmerische Vorwegnahme der erhofften Zukunft. In diesem brodelnden Ringen zeigt uns Schlatter in Paulus den großen Seelsorger, der im Glauben an den lebendigen Herrn und an sein Wirken in der Gemeinde mit großem Ernst und in der Glut wahrhaftiger Liebe der Gemeinde den "köstlichen Weg" weist, auf dem ihre reichen Gaben fruchtbar werden können: den Weg "der Liebe, die baut". Der zweite Brief läßt uns in ein noch gefährlicheres Stadium dieses Ringens hineinschauen: Den judenchristlichen Gegnern mit ihrer hochgemuten, selbstbewußten Frömmigkeit wäre es fast gelungen, das Vertrauen der Gemeinde zu ihrem Apostel zu erschüttern. In letzter Stunde konnte Paulus die Gemeinde aus ihrem Taumel erwecken und zum Glauben an Christus zurückführen. Offener als sonst läßt der Apostel in sein innerstes Wollen hineinschauen, wie er das kecke Großtun der Gegner zerschlägt, das ihm anvertraute Amt rühmt und dabei doch eine wunderbare Freiheit von ichsüchtigem Denken bewahrt. Es wird sichtbar, "in wie hohem Maß Paulus zum Bild des Christus geworden ist". Ein höchst bewegtes Stück der urchristlichen Geschichte wird in dieser Auslegung der Korintherbriefe lebendig, und zugleich erschließt sich eine Fülle von Hilfe für die Fragen, die uns in der Gegenwart bedrängen.

Die Briefe an die Galater, Epheser, Kolosser und Philemon (Schlatters Erläuterungen zum Neuen Testament | Bd. 7)

  • Autor: Adolf Schlatter
  • Verlag: Calwer Verlag
  • Erscheinungsjahr: 1986
  • Seiten: 272

Schlatter sagt einmal: "Paulus wurde im Drang seiner großen Tätigkeit und im Reichtum seines inneren Lebens zum Briefschreiber, wie es weder vor ihm noch nach ihm einen ähnlichen gegeben hat." Das zeigen auch diese Briefe. Wie vermag der Apostel seine Stimme zu wandeln! Wie vielseitig und in jeder Lage neu ist ihm das Geheimnis Christi erschlossen! In aufrüttelnder Zusprache weckt er im Galaterbrief die Gemeinden aus der Nachgiebigkeit gegen judenchristliche Lehrer auf, die ihnen neben dem Glaubensgehorsam gegen Christus das Gesetz Moses als den Weg zum vollkommenen Christenstand verführerisch vor Augen stellen. Und doch bestätigt ihre eigene Erfahrung und die Heilsgeschichte des Alten Testaments die Botschaft des Paulus, der sie Christus im Glauben ergreifen und in seinem Geist wandeln lehrte. Im Epheserbrief verkündigt der Apostel das große Geheimnis der Liebe Gottes und die allumfassende Herrlichkeit des Versöhnungswerkes Christi. Er, der Herr über alles, ist das Haupt der Gemeinde, in der Juden und Griechen eins sind. Um diese "Einheit im Geiste" haben sich alle zu mühen, nach der Regel der Liebe ihr persönliches Leben und die Hausgemeinschaft zu ordnen und den Ansturm des Geistes von unten in der Waffenrüstung Gottes zu bestehen. Im Kolosserbrief wehrt Paulus eine die Gemeinde bedrohende gnostische Irrlehre mit ihren mythologisierenden und asketischen Tendenzen ab. Er bezeugt ihr die Allgenugsamkeit Christi, des Schöpfungsmittlers und Allversöhners. Ein Kleinod unter den Briefen des Paulus ist das kurze Schreiben an Philemon. Hier ordnet er klar und in großer Zartheit das Miteinander des Herrn und seines Sklaven. Die in manchen Teilen schweren Gedankengänge der drei ersten Briefe gewinnen in Schlatters Deutung eine helle Durchsichtigkeit.

Die Briefe an die Thessalonicher, Philipper, Timotheus und Titus (Schlatters Erläuterungen zum Neuen Testament | Bd. 8)

  • Autor: Adolf Schlatter
  • Verlag: Calwer Verlag
  • Erscheinungsjahr: 1986
  • Seiten: 235

Ursprüngliche Frische zeigen die Briefe an die Thessalonicher, die ersten, die wir von der Hand des Paulus haben. Da strömt sein Herz über von Dank, von Liebe und Sorge gegenüber der kurz zuvor von ihm gesammelten Gemeinde. Merkwürdig, was er ihr zu der gespannten Erwartung auf die Wiederkunft des Herrn zu sagen hat, wie er ihr Hoffen leitet, zügelt (2.Br.) und fruchtbar macht! Sehr eindrücklich lehrt er diese Christen, sich als Gemeinde zu wissen, in der jeder für den anderen und für das Ganze in Pflicht genommen ist. Was Paulus im Blick auf sein Ende für eine besonders innig mit ihm verbundene Gemeinde bewegt, zeigt der Brief an die Philipper. Ein warmes Zeugnis von Christus, vom Frieden Gottes und von der Freude am Herrn ist dieser Ruf des Apostels zur Eintracht, diese Warnung vor Verführern, die sich besonderer Vorzüge rühmen, diese Mahnung, in Glauben und Verhalten seine Nachfolger zu werden. In den Briefen an Timotheus und Titus sieht Schlatter das Wort des Apostels an seine vertrauten Mitarbeiter, das in aller Schlichtheit der Form "das Tiefste und Wirksamste sichtbar macht, was er besaß", so daß "sich in ihnen seine reiche Arbeit in ihre letzte, reifste Frucht zusammen faßt" . Dieses Urteil kann überraschen. Jedenfalls ging es Paulus immer um die Wirklichkeit der Gemeinde Christi; sie soll sich - als ganze ebenso wie in ihren einzelnen Gliedern - durch das Evangelium befähigt und verpflichtet Wissen, den Willen Gottes zu tun.

Die Briefe des Petrus, Judas, Jakobus, der Brief an die Hebräer (Schlatters Erläuterungen zum Neuen Testament | Bd. 9)

  • Autor: Adolf Schlatter
  • Verlag: Calwer Verlag
  • Erscheinungsjahr: 1983
  • Seiten: 363

Den Anschluß an den Kanon der Kirche haben diese Briefe nur gegen Widerspruch erreicht; doch sind wir dankbar, daß wir sie besitzen. Sie legen an ihrem Teil Zeugnis ab von dem vielgestaltigen Reichtum der neutestamentlichen Botschaft und sind bei allen Unterschieden in dem entscheidenden Punkte eins, daß sie den Blick der Kirche auf Christus ausrichten; in mancherlei Anfechtung von innen und außen wartet die Gemeinde Jesu auf ihren Herrn. So ist der 1. Petrusbrief ein Mahnwort von großer Kraft und Eindringlichkeit. Die Aufgabe, die den »Fremdlingen« aus dem unumgänglichen Leiden unter der christusfeindlichen Welt erwächst, wird nach allen Seiten nüchtern erwogen; zugleich wird deutlich, wie für die »Bruderschaft der Leidenden« die unaussprechliche Freude der Hoffnung und das Kreuz unlöslich zusammengehören. Der sogenannte 2. Petrusbrief, der den Judasbrief fast unverändert benützt, zeigt das Ringen mit den Irrlehrern, die - wie auch sonst im Neuen Testament - nach ihrer persönlichen Haltung, nicht nach ihrer abwegigen Lehre gekennzeichnet werden, und weist mit Ernst auf das prophetische Wort hin, das die Spötter in Zweifel ziehen. Den nahen Herrn bezeugt auch Jakobus in seinem zu Unrecht unterschätzten Brief; hier wird alle fromme Heuchelei zerschlagen und in Vollmacht darauf gedrungen, daß die »durch das Wort der Wahrheit Geborenen- unter mancherlei Anfechtungen ganze Leute werden, würdig der Krone des Lebens. Die Herrlichkeit Jesu, seines Hohepriesterturns und der in ihm erschlossenen Hoffnung, verkündigt der Hebräerbrief in seinen großen Meditationen über das alttestamentliche Bibelwort, mit denen er Christen, die unter dem Druck der Welt müde werden wollten, den Mut zur Treue stärkte. Der Brief, der den Bibelleser heute weithin fremd anmutet, wird in dieser Auslegung em lebendiges, fruchtbares Zeugnis.

Die Briefe und die Offenbarung des Johannes (Schlatters Erläuterungen zum Neuen Testament | Bd. 10)

  • Autor: Adolf Schlatter
  • Verlag: Calwer Verlag
  • Erscheinungsjahr: 1986
  • Seiten: 287

Von der Kirche der Apostel hatte sich eine Gruppe getrennt, die unter Berufung auf ihre Erkenntnis Gottes, ihren Geistbesitz und ihre Sündlosigkeit in den Gemeinden eifrig um Anhänger warb. Diese gegen die schwärmerische Propaganda zu wappnen, ist der Zweck des 1. Johannesbriefs. Er zeigt den Gemeinden, was bleibt: das apostolische Zeugnis von Christus, die Hoffnung auf das Kommen des Herrn, die Liebe, die in der Liebe Gottes ihre Wurzel hat, in Tat und Opfer, nicht in Worten, steht und als »Wandel im Licht« zur »Gerneinschaft führt. Auch im 2. und 3. Brief muß Johannes ordnen und warnen: Kirche im Kampf! Die Offenbarung des Johannes wurde zu allen Zeiten und wird auch heute sehr verschieden gedeutet. Wie oft ist ihr Sinn und ihre Absicht durch diese »Deutungen« nur verhüllt worden! Schlatter hält sich bei seiner Erklärung an den oft von ihm betonten Grundsatz: »Nicht hinaus über das, was geschrieben ist!« Er lehrt das Buch verstehen als das prophetische Wort des Johannes an die Gemeinde, zu der dieser spricht: es ist die Gemeinde, die soeben die neronische Verfolgung erlebt hat und die gespannt nach Jerusalem hinübersieht, das seinem Fall im Jahr 70 entgegengeht. Damit tritt zugleich die bleibende Bedeutung dieser gewaltigen Prophetie hell ins Licht: sie bezeugt uns Christus als den Herrn über alle dämonischen und menschlichen Mächte, das Gericht des heiligen Gottes, die Unausweichlichkeit der »Ietzren Trübsal« und die Geborgenheit der Gemeinde unter allen Stürmen in Gottes ewigem Heilsrat, der die Welt umspannt. Die Aufgabe und Absicht dieser Prophetie sind, die Kirche wach zu erhalten und sie für die Immer ernster werdenden Proben zu rüsten. Lautet doch ihr zentrales Wort so schlicht als unerschöpflich: "Der Herr kornrnt«.

Adolf Schlatter (1852-1938) war schweizer Theologe der evangelischen Theologie und Professor für Neues Testament an verschiedenen Universitäten (Bern, Greifswald, Berlin und Tübingen).

Sein Leben lang stand er in der Spannung zwischen liberaler Wissenschaft und pietistischem Glauben und Leben. Universitäts-Theologen warfen ihm "Biblizismus" vor, konnten seine überzeugende Arbeit allerdings nicht ganz von der Hand weisen. Die konservativen Gläubigen (z.B. die Pietisten in der Tübinger Zeit) waren ebenfalls skeptisch, da er auch liberale Theologen zitierte und wissenschaftlich argumentierte. Gleichzeitig sahen sie aber auch seine konservative Grundhaltung und sein echtes Interesse am geistlichen Leben seiner Studenten und der Gemeinde. So schrieb er neben seinen exegetischen Kommentaren und systematisch-theologischen Werken auch Kommentare "Ausgelegt für Bibelleser", die für das normale Gemeindemitglied gedacht waren.

Schlatters Theologie ließ sich nur schwer einer bestimmten Schule zuordnen und so galt er als Querdenker. Viele seiner theologischen Erkenntnisse wurden erst später bestätigt und gewürdigt.

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