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Die Physik ist Aristoteles' umfassende Naturphilosophie, die Bewegung und Veränderung in der natürlichen Welt untersucht. Er definiert Natur als inneres Prinzip der Bewegung und Ruhe in Substanzen. Zentral ist seine Bewegungstheorie: Bewegung als Aktualisierung von Potenz, unterteilt in Orts-, Qualitäts-, Quantitäts- und Substanzveränderung. Aristoteles entwickelt die Konzepte von Raum, Zeit und Kontinuum, lehnt das Vakuum ab und postuliert die Ewigkeit der Welt. Seine Kosmologie unterscheidet zwischen sublunarer Welt (vier Elemente, geradlinige Bewegung) und superlunarer Sphäre (Äther, Kreisbewegung). Die Vier-Ursachen-Lehre erklärt natürliche Prozesse teleologisch. Das Werk beeinflusste die mittelalterliche Scholastik erheblich und blieb bis zur wissenschaftlichen Revolution maßgeblich.
Aristoteles (384 v. Chr. bis 322 v. Chr.) war ein griechischer Universalgelehrter. Er gehört zu den bekanntesten und einflussreichsten Philosophen und Naturforschern der Geschichte.