Digitale Logos-Edition
Diese Sammlung vereint das monumentale Lebenswerk von Benno Jacob, dem bedeutendsten jüdischen Bibelwissenschaftler des 20. Jahrhunderts. Sie umfasst seinen legendären Genesis-Kommentar von 1934 – ein Meisterwerk der „Wissenschaft des Judentums“ – sowie die vollständige Edition des Exodus-Kommentars und seine frühen Pentateuchstudien aus dem Nachlass. Jacobs Exegese besticht durch sprachliche Brillanz und eine tiefe Verwurzelung im jüdischen Schrifttum, die er meisterhaft mit modernen philologischen und historischen Erkenntnissen verknüpft.
Im Zentrum steht Jacobs Überzeugungskraft von der Einheitlichkeit der Tora. Statt der damals üblichen Quellenscheidung suchte er durch präzise Exegese nach dem beabsichtigten Sinn der Schrift. Damit schuf er ein Referenzwerk, das bereits Martin Buber und Franz Rosenzweig maßgeblich beeinflusste. Diese Edition macht seine wegweisenden Analysen, die einst von den Nationalsozialisten unterdrückt wurden, nun wieder vollständig für die moderne Forschung und interessierte Leser zugänglich.
[Der Genesis-Kommentar von Benno Jacob] ist eine meisterhafte Behandlung des hebräischen Bibeltextes, der gerade in seiner Eigenständigkeit und Zeitlosigkeit auch heute noch eine Fülle von Einsichten, Anregungen und Verständnishilfen enthält und das Ergebnis einer jahrelangen, unmittelbaren und tiefgehenden Auseinandersetzung mit dem Bibeltext selbst darstellt.
Benjamin Lange, Bibel und Gemeinde, Jg. 117
Eine exegetische und literarische Meisterleistung!
Bernd Janowski und Erich Zenger im Geleitwort zum Genesis-Kommentar
Letztlich überzeugend ist der Reichtum von Jacobs Erklärungen, die immer wieder die theologische Perspektive in den Vordergrund rücken, ohne die historische oder hebraistische zu sehr zu vernachlässigen.
Christian Frevel, Biblische Bücherschau
Benno Jacob (1862–1945) war ein bedeutender deutscher Rabbiner und Bibelgelehrter, der vor allem für seine umfassenden Kommentare zur Genesis und zum Exodus bekannt wurde. Er verteidigte leidenschaftlich die literarische Einheit der Tora und trat damit der zeitgenössischen Bibelkritik entgegen, die den Text in verschiedene Quellenschriften zerlegte.