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Theologischer Handkommentar zum Neuen Testament (ThHK) (19 Bde.)

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Produktbeschreibung

Der Theologische Handkommentar zum Neuen Testament (ThHK) wurde 1928 begründet und erscheint seit den 1950er Jahren in fortlaufender Neubearbeitung. Diese Kommentarreihe arbeitet vor allem Textaussage und Textzusammenhang heraus und bildet damit die Grundlage für eine exegetisch-theologisch verantwortete Predigt und Verkündigung. Ihre übersichtliche und kompakte Anlage empfiehlt sie nicht nur für Lehre und Forschung, sondern ganz besonders für Studium und kirchliche Praxis.

Der Theologische Handkommentar zum Neuen Testament (ThHK) hatte zum Band 4: Das Evangelium nach Johannes zwei Auflagen, die beide bei Logos erhältlich sind. Diese Gesamtsammlung enthält die 5. und somit neuere Auflage vom Band 4: Das Evangelium nach Johannes.

  • Titel: Theologischer Handkommentar zum Neuen Testament (ThHK)
  • Bände: 19
  • Verlag: Evangelische Verlagsanstalt
  • Seiten: 6.595
  • Erscheinungsjahre: 1989-2017
  • Sprache: Deutsch
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Band 1: Das Evangelium nach Matthäus

  • Autor: Wolfgang Wiefel
  • Verlag: Evangelische Verlagsanstalt
  • Erscheinungsjahr: 1998
  • Seiten: 497

In dieser Auslegung wird zusammenfassend und gestaltend dargelegt, was seit dem bergang von der Form- zur Redaktionsgeschichte ausgangs der fünfziger Jahre bei der Interpretation des Matthäusevangeliums an neuen Erkenntnissen gewonnen wurde. Auf eine kritische Aufarbeitung des internationalen Diskussionsstandes zu den einzelnen Perikopen und Problemen wurde hierbei besonderer Wert gelegt.Die Auslegung ist so angelegt, dass für jede der 141 Perikopen nach Übersetzung, Literatur und knapper Textkritik ein grundsätzlicher und ein exegetischer Teil dargeboten werden. Am Charakter des wissenschaftlichen Kommentars wurde der Reihe entsprechend festgehalten, die Präsentation ist jedoch so gestaltet, dass auch Fachschultheologen, Prediger und Katecheten mit geringeren Sprachkenntnissen das Werk voll nutzen können. Studenten und Praktiker erhalten mit diesem Werk eine Basis für die eigene Weiterarbeit in übersichtlicher Form.

Band 3: Das Evangelium nach Lukas

  • Autor: Wolfgang Wiefel
  • Verlag: Evangelische Verlagsanstalt
  • Erscheinungsjahr: 1989
  • Seiten: 434

Die Neubearbeitung des Lukaskommentars legt neben Einzelexegese Wert auf die Fixierung des vorlukanischen Traditionsgutes und auf die Darstellung der Arbeitsweise des Evangelisten, sowie auf die Verdeutlichung von Aussage und Funktion der einzelnen Texte im Rahmen des Evangeliums.Mit einer betont wörtlichen Übersetzung, umfangreichen Literaturhinweisen und einem jeweils der Versexegese vorangestellten Überblick über wichtige Positionen und Hypothesen wendet sich der Autor bewusst auch an jene Benutzer, denen die Fachdiskussion nicht geläufig ist und für die eine überschaubare und nachvollziehbare Übersetzung eine wesentliche Hilfe bei der Arbeit mit dem Text bedeutet.

Band 4: Das Evangelium nach Johannes

  • Autor: Udo Schnelle
  • Verlag: Evangelische Verlagsanstalt
  • Erscheinungsjahr: 2016
  • Seiten: 440

Das Johannesevangelium wird in diesem Kommentar als eine meisterhafte Erzählung der Jesus-Christus-Geschichte ausgelegt. Unter der Führung des Parakleten unternimmt Johannes um 100 n. Chr. eine sprachliche und gedankliche Neuformulierung der Christusbotschaft und schreibt die erste Einführung in das Christentum. Er entwirft eine neue literarische und theologische Welt, deren Anziehungskraft gerade in der Gegenwart sehr groß ist. Die hier vorliegende 5. Auflage stellt eine durchgängige Neubearbeitung dar. Neben einem ausführlichen Einleitungsteil und der kontinuierlichen Textauslegung bietet der Kommentar jetzt mit insgesamt 16 Exkursen auch eine umfassende Einführung in die johanneische Theologie. Schärfer profiliert werden die theologische Grundausrichtung des Evangeliums und sein historischer Ort als Abschluss und Höhepunkt der johanneischen Theologie. Zusammen mit seinem Kommentar zu den Johannesbriefen (ThHK 17, 2010) bietet Udo Schnelle eine komplette Auslegung aller Schriften der johanneischen Schule.

Band 5: Die Apostelgeschichte des Lukas

  • Autor: Gottfried Schille
  • Verlag: Evangelische Verlagsanstalt
  • Erscheinungsjahr: 1989
  • Seiten: 492

Das Ansehen der Apostelgeschichte hat in der Geschichte historisch-kritischer Auslegung geschwankt. Früher hingenommen als zum großen Teil auf Quellen beruhend, verfiel sie mehr und mehr distanzierter Skepsis. Gottfried Schille ist intensiv darum bemüht, Recht und Ansehen der Lukanischen Darstellung wiederherzustellen. Was Lukas von den Anfängen der Kirche und dem Wachstum ihrer Zeugniswelle zur Weltmission schreibt, ist zwar weitgehend schriftstellerische Arbeit. Es entspricht jedoch dem, was nachapostolischer Zeit zu wissen möglich und legitimerweise zu sagen war. Manche wichtigen Quellen, wie die Briefe des Paulus, lagen Lukas allerdings nicht vor. Außer der Sachexegese und zahlreichen durch sie veranlaßten Exkursen bietet Schille Analysen der Einheitlichkeit und der Komposition sowie Hinweise zur theologischen Interpretation. Sie werden für Predigt, Unterricht und Bibelarbeit willkommen sein.

Band 6: Der Brief des Paulus an die Römer

  • Autor: Klaus Haacker
  • Verlag: Evangelische Verlagsanstalt
  • Erscheinungsjahr: 2012
  • Seiten: 408

Die Neubearbeitung des Römerbriefes in dieser Reihe partizipiert an tiefgreifenden Umbrüchen in der Paulusauslegung der letzten Jahrzehnte: Sie nimmt teil am Umdenken über das Judentum und profitiert von den Fortschritten im Verständnis des antiken Judentums.Die Kommentierung würdigt die biographischen Hintergründe der Theologie des Paulus und die Voraussetzungen des Briefes in der Situation der römischen Christen. Sie achtet in besonderer Weise auf die Berührungspunkte mit der Römischen Kultur, in die hinein der Apostel und die christlichen Gruppen in Rom das Evangelium zu bezeugen hatten. Der Kommentar liest den Römerbrief nicht als lehrhaften Traktat, sondern fragt nach der rhetorischen Funktion der einzelnen Abschnitte im Dienst bestimmter Zielsetzungen des Briefganzen.

Band 7: Der erste Brief des Paulus an die Korinther

  • Autoren: Christian Wolff
  • Verlag: Evangelische Verlagsanstalt
  • Erscheinungsdatum: 2011
  • Seiten: 474

Beispielseiten: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7

Nach der Behandlung der Entstehungsfragen wird der 1. Korintherbrief unter Voraussetzung seiner literarischen Einheitlichkeit und unter Berücksichtigung des internationalen Forschungsstandes fortlaufend ausgelegt. Der Schwerpunkt liegt hierbei auf der Exegese der theologischen Argumentation des Paulus in der Auseinandersetzung mit den vielfältigen Problemen der korinthischen Gemeinde.

Christian Wolff ist Professor i.R. für Neues Testament an der Theologischen Fakultät der Humboldt-Universität zu Berlin.

Band 8: Der zweite Brief des Paulus an die Korinther

  • Autoren: Christian Wolff
  • Verlag: Evangelische Verlagsanstalt
  • Erscheinungsdatum: 2011
  • Seiten: 304

Beispielseiten: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7

Der zweite Korintherbrief bringt uns Paulus als Mensch und Christ am nächsten. Ungeheuerliche Vorwürfe und Verdächtigungen in der Gemeinde tasten seine Berufung zum Apostel und seine Botschaft von Christus an. Er aber verteidigt leidenschaftlich die Sache, für die er steht.

Trotzdem wirft der Brief schwer lösbare historische und literarische Fragen auf. Ist das überhaupt ein Brief? Wie erklären sich die auffälligen thematischen Sprünge, die stilistischen Brüche, die schwer zu durchschauende Ordnung?

Christian Wolff setzt sich methodisch und inhaltlich mit dieser Problematik auseinander und kommt zu dem Ergebnis: Der Brief bilde weitgehend eine textliche Einheit. Auf dieser Grundlage zeichnet Wolff die Grundzüge Paulinischer Theologie nach.

Christian Wolff ist Professor i.R. für Neues Testament an der Theologischen Fakultät der Humboldt-Universität zu Berlin.

Band 9: Der Brief des Paulus an die Galater

  • Autor: Joachim Rohde
  • Verlag: Evangelische Verlagsanstalt
  • Erscheinungsjahr: 1990
  • Seiten: 308

Die Einleitung des Briefes 1,1–10 Das paulinische Evangelium – Christusevangelium 1,11–2,21 Die Übereinstimmung des paulinischen Evangeliumsmit den Verheißungen des Alten Bundes 3,1–4,31 Das Evangelium des Paulus als Evangelium der Freiheit 5,1–6,10

Band 10/1: Der Brief des Paulus an die Kolosser

  • Autoren: Lukas Bormann
  • Verlag: Evangelische Verlagsanstalt
  • Erscheinungsdatum: 2012
  • Seiten: 232

Beispielseiten: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7

Der Brief an die Kolosser gehört in die Mitte des Christentums. Keine andere Schrift des Paulus spricht in so eindrucksvollen Worten von der Bedeutung, die Jesus als Christus (Messias) für alle Menschen hat. Diese Auslegung stellt die »hohe« Christologie aber auch in die Welt der einfachen Frauen und Männer der Gemeinden Kleinasiens und berücksichtigt dabei epigraphische und numismatische Quellen, die bisher noch in keinem anderen Kommentar ausgewertet worden sind. Es werden zudem die Schriften des antiken Judentums und die Rezeption der hebräischen und griechischen Bibel berücksichtigt. Dadurch wird der Kolosserbrief als ein Text verständlich, der aus den Überlieferungen der ganzen Bibel, von der Schöpfung über den Psalter bis zur Angelologie, erwachsen ist.

Die Aussagen des Paulus werden in ihrer praktischen Bedeutung und in ihrer theologischen Tiefe nachvollziehbar. In ihnen spiegeln sich auch die Anschauungen der Menschen im Lykostal, ihr Alltag und ihr Gottesdienst.

Lukas Bormann , Dr. theol., Jahrgang 1962, ist seit 2009 Professor für Neues Testament an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Er studierte Evange­lische Theologie an den Universitäten Frankfurt am Main, Mainz, Marburg und Heidelberg. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehört die sozial-, kultur- und politikwissenschaftliche Erforschung des Neuen Testaments.

Band 10/2: Der Brief des Paulus an die Epheser

  • Autoren: Petr Pokorný
  • Verlag: Evangelische Verlagsanstalt
  • Erscheinungsdatum: 1992
  • Seiten: 313

Beispielseiten: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7

Auch die Auslegung des Epheserbriefes durch Petr Pokorný kann als solide Grundlage sowohl für das theologische Studium als auch für die Predigtvorbereitung dienen. Nach Feststellung der Quellenlage und textkritischen Untersuchungen stellt der Autor die Frage nach den Traditionslinien und dem religionsgeschichtlichen Hintergrund und gelangt so zu Aussagen über den Verfasser und die Adressaten des Briefes. Den Hauptteil bildet eine ausführliche Exegese. Der Band schließt mit einem Kapitel über die Wirkungsgeschichte des Epheserbriefes und seine Bedeutung für die Gegenwart. Literaturangaben und ausführliche Anmerkungen erleichtern die wissenschaftliche Weiterarbeit.

Petr Pokorný , Dr. theol.; Jahrgang 1933, ist Professor der Theologie und Spezialist für das Neue Testament. Er ist Professor am Lehrstuhl für Neues Testament der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Karls-Universität Prag. Außerdem bekleidet er das Amt des Direktors am Zentrum für biblische Studien an der Akademie der Wissenschaften der Tschechischen Republik.

Band 11/1: Der Brief des Paulus an die Philipper

  • Autoren: Ulrich B. Müller
  • Verlag: Evangelische Verlagsanstalt
  • Erscheinungsdatum: 2002
  • Seiten: 228

Der Philipperbrief zeigt das besonders herzliche Verhältnis des Apostels zu der Gemeinde in Philippi. Da sie von äußeren Anfechtungen bedroht ist und Paulus sich selbst in Haft befindet, nimmt das Thema „Umgang des Christen mit dem Leid“ einen breiten Raum ein. Eine andere Problematik ist das Auftreten judaistischer Gegner in Philippi, denen gegenüber Paulus seine eigene Postition von der durch Gott geschenkten Gerechtigkeit verteidigen muss.

Ulrich B. Müller tritt für die – in der Wissenschaft umstrittene – literarische Einheitlichkeit des Philipperbriefes ein, versucht aber gleichzeitig den jeweils verschiedenen Situationshintergrund in Kapitel 1/2 und 3/4 herauszuarbeiten.

Ulrich B. Müller , Jahrgang 1938, ist Professor für Neues Testament im Fachbereich Evangelische Theologie der Universität Saarbrücken. Er veröffentlichte Bücher und Aufsätze zu neutestamentlichen Schriften, besonders zu Christologie und Apokalyptik des Urchristentums.

Band 11/2: Der Brief des Paulus an Philemon

  • Autoren: Eckart Reinmuth
  • Verlag: Evangelische Verlagsanstalt
  • Erscheinungsdatum: 2006
  • Seiten: 88

Der Philemonbrief, ein kurzes Schreiben des Paulus an einen christlichen Sklavenbesitzer, wird in historischer und theologischer Hinsicht interpretiert. Dabei kommt sowohl die Vorgeschichte, ohne die dieser Brief unverständlich bleibt, als auch seine Aktualität zur Sprache.

Der Kommentar liest den Philemonbrief im Kontext moderner Lebens- und Arbeitsbedingungen, die trotz aller Unterschiede bestürzende Analogien zur antiken Sklaverei aufweisen. Diesem wachsenden Problemfeld können Christen und Kirchen sich nicht entziehen.

Eckart Reinmuth , Dr. theol., Jahrgang 1951, ist Professor für Neues Testament an der Universität Rostock. Seine Forschungsschwerpunkte sind die antik-jüdische Literatur und ihre Hermeneutik sowie moderne Literatur- und Geschichtstheorien in ihrer Bedeutung für die Auslegung des Neuen Testaments.

Band 12/1: Der erste Brief an die Thessalonicher

  • Autor: Günter Haufe
  • Verlag: Evangelische Verlagsanstalt
  • Erscheinungsjahr: 1999
  • Seiten: 128

Als das älteste christliche Schriftstück und als wahrscheinlich erster Gemeindebrief des Paulus verdient der 1. Thessalonicherbrief historisch wie theologisch besondere Beachtung. Der Kommentar macht mit wesentlichen Positionen zu Einzelproblemen der Auslegung bekannt, interpretiert selbst den Brief als ein Dokument sui generis, das - von antiochenischer Gemeindetradition herkommend - nicht im Licht der späteren Briefe, sondern auf dem Hintergrund der Missionspredigt gelesen werden will. Der Kommentar bietet eine auf die wesentlichen Fragen begrenzte, wissenschaftlich präzise Auslegung. Jede Abschnittsexegese schließt mit kurzen Zusammenfassungen.

Band 14: Der Brief des Jakobus

  • Autoren: Wiard Popkes
  • Verlag: Evangelische Verlagsanstalt
  • Erscheinungsdatum: 2001
  • Seiten: 357

Beispielseiten: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7

Der Jakobusbrief hat es seinen Auslegern noch nie leicht gemacht. Viele Fragen zu Theologie, Intention, Adressaten, Struktur, Tradition und den Abfassungsverhältnissen sind bis heute umstritten. Methodische Sorgfalt und umfassende Reflexion sind deshalb bei der Interpretation geboten. Es gilt vor allem, den Gedankengang des Jakobusbriefes möglichst genau nachzuzeichnen. Neben diese Aufgabe tritt die kritische Würdigung der gerade in jüngerer Zeit reichlich erschienenen Sekundärliteratur mit ihren Ansätzen und Vorschlägen.

Besonders im Blick auf die theologiegeschichtliche Verortung des Briefes bevorzugt der Autor einen induktiven Ansatz. Entscheidend ist somit nicht etwa die Identifizierung des Verfassers, sondern die Relation des Jakobusbriefes zu anderen frühchristlichen Dokumenten (Paulus, Matthäus, Apostolische Väter).

Insgesamt ist der Jakobusbrief am besten als eine Stimme am Ende des 1. Jahrhunderts zu verstehen. Er will — in der Form eines "Diasporabriefes" — die Christen davor bewahren, sich an die "Welt" zu verlieren, und sie daran erinnern, das "Ziel" zu erreichen. Dafür greift er auf eine breite Traditionsfülle zurück.

Dr. Wiard Popkes , Jahrgang 1936, ist Professor für Neues Testament und lehrt seit 1969 am Theologischen Seminar des Bundes Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden (bis 1997 in Hamburg, seitdem in Elstal/Berlin) sowie seit 1977 am Fachbereich Evangelische Theologie der Universität Hamburg.

Band 14 (neu): Der Brief des Jakobus

  • Autor: Rainer Metzner
  • Verlag: Evangelische Verlagsanstalt
  • Erscheinungsjahr: 2017
  • Seiten: 368

Lange Zeit wurde der Jakobusbrief an Paulus gemessen. Das verstellte den Blick auf sein eigenes Profil. Die Forschung etwa der letzten drei Jahrzehnte hat die »stroherne Epistel«, die so spröde nicht ist, wie es das Urteil Martin Luthers nahelegt, rehabilitiert. Ein in der kirchlichen Tradition sonst unbekannter Jakobus schreibt einen paränetischen Brief, in welchem er christliche Gemeinden seiner Umwelt unterweist, den ihnen im Glauben gewiesenen Weg in Bindung an das »Wort der Wahrheit« und in Abgrenzung von der gottfeindlichen »Welt« fortzuschreiten. Leidenschaftlich plädiert Jakobus für ein im Glauben und Tun gleichermaßen bestimmtes Leben, das sich von der Weisheit Gottes lenken lässt. Er zeichnet ein praktisches Christentum mit klarem Sozialethos, ohne jedoch theologische Kompetenz vermissen zu lassen. Der Brief hat wenig Zeit- und Lokalkolorit, doch sprechen verschiedene Indizien für eine Entstehung in Rom nicht vor Beginn des 2. Jahrhunderts. Auch wenn er nur zögerlich in den Kanon gelangte, bleibt er ein wichtiges Zeugnis biblischer Tradition, die Rainer Metzner kompetent und anschaulich darstellt und kommentiert.

Band 15/1: Der erste Brief des Petrus

  • Autoren: Reinhard Feldmeier
  • Verlag: Evangelische Verlagsanstalt
  • Erscheinungsdatum: 2005
  • Seiten: 216

Thema des 1. Petrusbriefes ist das Selbstverständnis und Weltverhältnis der Christen, die in und an einer sie ablehnenden Gesellschaft leiden. Insofern ist er zunächst ein bedeutendes historisches Dokument für die Interaktion zwischen dem frühen Christentum und der hellenistisch-römischen Welt und Kultur.

Zugleich ist dieser »Hirtenbrief«, der in origineller Weise biblische und außerbiblische Traditionen aktualisiert und seelsorgerlich als Hilfe für eine christliche Daseins- und Handlungsorientierung zur Sprache bringt, ein eindrückliches Zeugnis für die Profilierung der frühchristlichen Theologie im Kontext der religiösen Neuorientierungsprozesse der späteren Antike. Damit hat er sowohl für die »praxis pietatis« der Gläubigen als auch für die Dogmenbildung der Kirche eine enorme Bedeutung erlangt, die weit über den unmittelbaren historischen Kontext hinausreicht.

Der 1. Petrusbrief präsentiert Theologie als praktische Theologie im besten Sinne des Wortes.

Reinhard Feldmeier , Dr. theol., Jahrgang 1952, ist Professor für Neues Testament in Göttingen. Seine Forschungsschwerpunkte umfassen die Inkulturation des Frühchristentums in die hellenistisch-römische Welt, die Synoptischen Evangelien und die neutestamentliche Gotteslehre.

Band 15/2: Der Brief des Judas und der zweite Brief des Petrus

  • Autor: Jörg Frey
  • Verlag: Evangelische Verlagsanstalt
  • Erscheinungsjahr: 2015
  • Seiten: 416

Die beiden kleinen »katholischen« Briefe stehen im NT am Rande und wurden lange vernachlässigt. Der vorliegende Kommentar will die Leistung dieser Texte in ihrer Situation herausarbeiten, ohne die sachlich-theologischen Fragen zu verschweigen. Präziser als bisher werden hier der je eigene historische Ort der beiden Schreiben, ihr literarischer Bezugsrahmen, das Profil der jeweiligen Gegner und das spezifische Argumentationsinteresse herausgearbeitet. Exkurse zu den textkritischen Problemen und zur Aufnahme biblischer und frühjüdischer Überlieferungen sowie eine je eigene Synthese der Theologie der beiden Schreiben runden den Kommentar ab. Dabei ergibt sich für den Judasbrief eine Stellung im Gegenüber zur paulinisch-nachpaulinischen Entwicklung, während der zweite Petrusbrief als Zeuge der theologischen Diskurse des zweiten Jahrhunderts profiliert wird.

Band 16: Der Brief an die Hebräer

  • Autor: Harald Hegermann
  • Verlag: Evangelische Verlagsanstalt
  • Erscheinungsjahr: 1988
  • Seiten: 320

Harald Hegermann sieht im Hebräerbrief die Verkündigung eines eigenständigen Apostelschülers niedergelegt. Anknüpfend an urchristliche Tradition und in Abwehr anderer Heilsbotschaften seiner Zeit, entwirft der unbekannte Verfasser, wie Gottes Sprechen in endgeschichtlicher Stunde neu erfahrbar wird. Sein Entwurf entfaltet sich zu einer Theologie, die seelsorgliche Anrede an die Gemeinde sein will. Sie hat das Ziel, eine neue Gewissheit des Glaubens zu gewinnen, nicht aus eigener Kraft, sondern durch den priesterlichen Dienst Jesu Christi, aus dem der Glaube immer aufs Neue gespeist werden wird.Die Aussage des Briefes wird im Kommentar in ruhiger, theologisch engagierter Einzelauslegung ermittelt und thematisch zu darstellenden Exkursen zusammengefaßt. Schon die Einleitung formuliert theologische Grundzüge, entwickelt aber auch die religionsgeschichtliche Fragestellung, etwa nach dem Verhältnis des Briefes zur Gnosis, und geht von der literarischen Gattung der Schrift aus, ihrem Charakter als Brief, ihrem inneren Aufbau, ihrer Verwendung vorgeprägten Materials. So ist es gelungen, diese tieflotende Schrift des Neuen Testaments in einer Weise darzubieten, die es leichter macht, sie in Predigt und Bibelarbeit der Gemeinde von heute auszulegen.

Band 17 Die Johannesbriefe

  • Autoren: Udo Schnelle
  • Verlag: Evangelische Verlagsanstalt
  • Erscheinungsdatum: 2010
  • Seiten: 196

Beispielseiten: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7

In diesem Kommentar werden die drei Johannesbriefe erstmals konsequent als älteste Dokumente der johanneischen Traditionslinie ausgelegt und in eine Darstellung der Geschichte der johanneischen Schule eingezeichnet.

In der Reihenfolge 2Joh – 3Joh – 1Joh repräsentieren sie das Anfangs- und Formierungsstadium der johanneischen Theologie. Sie geben Einblick in das Entstehen eines neuen Blickes auf das Christusgeschehen und die damit verbundenen Konflikte.

Auch theologisch sind sie von großer Bedeutung, denn immerhin steht der wichtigste Satz des Neuen Testaments gleich zweimal im 1. Johannesbrief: „Gott ist Liebe“ (1Joh 4,8.16).

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  1. Uwe Bayer

    Uwe Bayer

    27.11.2022

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